Seite drucken
Gemeinde Buttenwiesen (Druckversion)

Greggenhof und Maierhof

Greggenhof und Maierhof

In der Nähe von Neuweiler befinden sich zwei Einödhöfe: der Greggenhof und der Maierhof.

Der Greggenhof wurde 1370 erstmals genannt. Der Ortsname kann als Hof eines Greggo oder Gregg interpretiert werden. Ursprünglich gehörte er politisch und kirchlich zu Allmannshofen. Erst in späterer Zeit wurde er der Gemeinde und Pfarrei Wortelstetten einverleibt. Er zählte zu den Besitzungen des Augsburger Bischofs (Hochstift Augsburg). Von den Bischöfen wurde er meist als Lehen ausgegeben, oft an Augsburger Patrizierfamilien. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erwarb die Freiherrenfamilie Zech von Deubach den Greggenhof. Im 18. Jahrhundert erscheinen die Augsburger Patrizier Koch als Grundherren, anschließend wieder die Zech von Deubach. Um 1800 kauften die Fürsten von Oettingen-Wallerstein den Hof. 1907 wurde der Greggenhof geteilt. Diese werden heute als oberer und unterer Greggenhof bezeichnet.

Der Maierhof (erstmals um 1270 erwähnt) ist nicht nach einer Besitzerfamilie Maier benannt, sondern war in früheren Zeiten ein echter Maierhof, d.h. im Mittelalter hatte dort ein Maier (Verwalter eines Fronhofes, herrschaftlicher Hofbauer) seinen Sitz. Dieser übte im Auftrag der Obrigkeit gewisse Gerichts- und Herrschaftsrechte aus.

Ursprünglich gehörte der Hof zur Herrschaft Donnersberg. (Die Burg Donnersberg lag auf der Anhöhe über dem Lechtal zwischen Ehingen und Blankenburg.) Im 14. Jahrhundert wurde der Hof geteilt: Ein Hof kam an das Hl.-Geist-Spital Augsburg (1357), der andere an das Domkapitel Augsburg (1398). Im späten 19. Jahrhundert wurden beide Höfe wieder zusammengelegt.

Der Maierhof ist heute ein Zentrum für regenerative Energien. In der Biogasanlage wird Strom produziert. Der benachbarte Solarpark ist einer der größten der Region. Er verfügt über eine Leistungskapazität von 3 MW.

http://www.buttenwiesen.de/de/gemeinde-buttenwiesen/geschichte/greggenhof-und-maierhof/